Sonntag, 10. Juni 2012

Poitiers gen Soissons


Wie schön, dass Ihr heute schon den langen Post von gestern lesen konntet, denn heute wird’s kurz! Um 7.30 Uhr bin ich irgendwie ziemlich aufgeschreckt aus dem Schlaf, denn mir war gerade eingefallen, dass ich gestern Abend bei der Einfahrt in den Park irgendetwas von parken bis 8.00 Uhr gelesen habe. Also schnell aufgestanden, zur Kasse geflitzt und richtig: bis 8.00 Uhr kostet es 6 Euro. Ab dann wird wieder neu gezählt. Also schnell los, denn Frühstücken kann man ja auch auf einem Rastplatz unterwegs. Zumal wir ja noch Baguette kaufen mussten. Manchmal muss man eben knausern.…. und manchmal gibt man für 2 Café crème in einem schönen Café auch schon mal locker 9 Euro aus. Tja, ansonsten hat es heute den ganzen Tag geregnet. Immer gleichmäßig vor sich hin, gar nicht schön! Nachdem wir von gefühlt 50 Städten die Wetterdaten über den TomTom abgerufen haben, entschieden wir uns, Richtung Norden zu fahren. Wieder ans Mittelmeer zurück zu fahren, wo es als einziges schön ist, ist natürlich nicht mehr drin, denn wir sind ja schließlich noch keine Rentner!

Unser kulinarisches Highlight heute: Petit Pot Crème Caramel, mmmhh.

Poitiers, Futuroscope 09.06.2012


Die Entscheidung ist heute morgen gefallen ! Wir verlassen die Insel, weil die Wettervorhersage für die nächsten Tage leider nichts gutes gemeldet hat, die Baguetteversorgung hinkt, der Baum im Weg ist und mein Ohr weh tut. Nach dem Ulli ganz tapfer, sogar ohne Regenjacke, zur Boulangerie gevelo't ist und wir das super leckere Baguette genossen haben, haben wir schnell zusammengepackt und sind runter von der Insel. Natürlich nicht ohne der „Hauptstadt“ kurz einen guten Tag zu sagen, den Eseln einen Besuch abzustatten, welche für die Inseln so typisch sind (und ein Maskottchen darstellen) und für mein heutiges kulinarisches Highlight zu sorgen.
St. Martin den Ré
typische Häuser- bzw. Strassenfassade

Nun fahren wir einfach wieder durchs Inland zurück. Müssen wir ja irgendwann sowieso – das ist die schöne Seite eines Womos – man kann fahren wohin man will und hat nichts festes gebucht. Und wie der Zufall es so will, hat Ulli bei Poitiers einen Freizeitpark entdeckt, welcher uns so bekannt vorkam. Nach einiger Überlegung kamen wir drauf, er wurde in unserer Zeitung „Frankreich erleben“ vorgestellt. Also wir hin und wie der weitere Zufall es so will, haben sie gleich einen Womoplatz eingerichtet auf dem wir nun mit ca. 20 weiteren Womos stehen. Und das beste : freie Sicht auf 19,2 Grad. Also Schüssel aufgebaut und nix wie hin zum Eingang und mal abgecheckt, was hier geboten wird. Wir wussten zwar beide, dass das Futuroscope auf jeden Fall eine Reise wert ist, aber wir hatten den Inhalt des Berichtes vergessen, mist. Es ist ein Park á la Disney mit vielen 3D und 4D Animationen, IMAX-Kinos. Themen halt, welche sich mit der Zukunft beschäftigen. Sie hatten einen reduzierten Preis für einen Eintritt ab 17 Uhr angeboten und da es gerade 17:30 war, sind wir also spontan rein. Bei der Einfahrt mit dem Womo wurden wir sogar in Deutsch begrüßt und somit war die Hoffnung groß, das wir einen Parkplan in Deutsch oder zumindest einen Guide in Deutsch bekommen - puste Kuchen. Im nach hinein können wir jedoch sagen, dass es auch ohne geht, weil, die Filme versteht man eigentlich auch so und sich bei dem Gerüttel bei einer 4D Animation (Arthur, und die Minimoys) auch noch auf den Guide zu konzentrieren – schier unmöglich. Ulli hatte sich zwar einen geliehen (Englisch), aber den hatte sie gleich wieder in die Tasche gleiten lassen. Bei der Vorstellung hatten wir das Glück, das die Animation kurz vor Ende versagt hatte und wir alles noch mal sehen und miterleben durften, ohne noch mal anstehen zu müssen, supi ! Man merkt schon in diesem Park, dass sie hier vielleicht bei Disney abgeguckt haben oder sich gar Manager in Haus geholt haben – echt gut gemacht !
Futurroscope Eingang
Show-Bühne

Ach, das schönste muss ja noch erwähnt werden: Wir waren mit dem petit Prince und dem Fuchs auf einer abenteuerlichen 3D+ Animationstour unterwegs, um die Rose zu finden, schöööön.

Nachdem es nun auch schon 20:45 war, saßen wir pünktlich zum Anpfiff vor der Glotze und konnten das Spiel verfolgen. Ist dann ja noch mal am Ende doch ganz gut gelaufen....
Wir hätten nach dem Spiel noch mal wieder zurück gehen können, um uns eine Show anzusehen, welche so ungefähr in dem Stil der Mickey-Show ist (Hollywood Studios, früher MGM), aber der einsetzende Regen hat uns die Entscheidung abgenommen....
Mein kulinarisches Highlight heute: 8 Hûitres (hatte leider vergessen, eine frische Zitrone zu kaufen...)

Freitag, 8. Juni 2012

Île de Ré


Gestern Abend hatte es doch tatsächlich noch begonnen zu regnen -gerade als wir die Düne wieder runter gelaufen sind. Also zurück zum Womo, schnell geduscht und dann die letzte Datensicherung unseres TomTom's raus geholt. Der ist nämlich ausgefallen, d.h. er machte immer einen Neustart. Leider ist die aktuellste Datensicherung zu Hause (da liegt sie gut, wie ?), sodass ich leider auf eine wesentlich ältere zurück greifen musste. Aber jetzt navigiert er jedenfalls wieder. Hätte ich nicht gedacht, dass der mal ausfällt – aber das ist halt auch nur ein Prozessor mit einem Speicher auf der eine Software läuft. Also fürs nächste Mal : Datensicherung machen und vor allem mitnehmen !
Aber wenn es nicht geklappt hätte, wäre es auch kein Weltuntergang gewesen – wir haben ja noch unseren Michelin auf Papier.
Nach dem Frühstück (heute ohne Baguette :-((, weil der Laden erst um 9 Uhr auf machen wollte) hat die „alte“ Catherine uns dann zur Île de Rè geführt. Selbstverständlich haben wir unseren „alten“ Camping Municipal angesteuert, auf dem wir schon ein paar Mal waren. Jetzt ist nichts mehr mit „Municipal“ und er wird jetzt privat geführt, was sicherlich den Vorteil eines WiFi hat und ansonsten hier und da renoviert wird. Leider hat die Pizzeria, welche vor dem Campingplatz liegt, den Besitzer gewechselt. Der ehemalige Betreiber hatte morgens immer ein Baguette für uns, die jetzigen nicht mehr, sodass wir morgen ins Centre Ville radeln müssen, grrrr. Auch hatte er damals einen großen Fernseher, wo wir nett Fußball schauen konnten (welches wir morgen ja eigentlich auch machen wollten) und dabei auch noch lecker Essen konnten – was soll ich sagen ? Die jetzigen haben keinen....
Also habe ich unsere mobile Schüssel zusammen geschraubt und ca. eine gefühlte Stunde auf dem Dach verbracht bei ca. 14 Grad Außentemperatur. Leider liegen wir hier so tief und umzingelt von Bäumen, dass wir kein Bild bekommen haben. Entweder ist morgen ein Platzwechsel angesagt oder kein eben kein Fußball. Morgen soll es ja regnen und dann werde ich wohl auf dem Dach bestimmt keine Turnübungen wie die heutigen veranstalten. Auch die nächsten Tage sind eher schlecht angesagt – hoffentlich irrt sich die Wettervorhersage. Heute konnten wir uns jedenfalls noch nett an den Strand legen und die Sonne genießen.

Hier unser kulinarisches Highlight:
Erdbeeren mit Crème-Caramel-Eis
PS: Dich, grins

Dune du Pilat, 07.06.2012


Wir haben mittlerweile den Zenit unseres Urlaubes überschritten und beschlossen, die Atlantikküste wieder rauf zu fahren. Wenn der Kompass erst einmal wieder in die andere Richtung zeigt, heißt dies meist, dass der Urlaub zu Ende geht. Stimmt so aber nicht ganz, weil wir ja noch eine gute Woche vor uns haben und ein paar Tage auf der Ile de Ré verbringen wollen, sofern das Wetter mit spielt. Kurz nachdem wir nun Biarritz verlassen haben, begann auch schon diese typische flache Pinenlandschaft, wie sie auch schon oben an der Gironde-Mündung vorzufinden ist. Man hat das Gefühl, das hier alles so knochentrocken ist, dass man nur eine paar mal die Hände reiben müsste, um hier ein Feuer zu entfachen. Uns erstaunt auch immer wieder, welche schnellen landschaftlichen Wechsel hier stattfinden – erst noch eher eine Küste wie man sie in der Bretagne findet und plötzlich ist alles platt, wobei man den Wald vor lauter Pinien nicht sieht.
Nach einer kurzen Mittagspause am Strand mit zwei leckeren Croissants und Erdbeeren sind wir nun kurz vor Arcachon an der Düne von Pilat angekommen, welche sich nach wie vor sehr imposant und majestätisch vor einem erhebt. Nach dem Campingplatz-Check-In (er befindet sich unmittelbar an der Düne und wird mehr und mehr von der Düne eingenommen, weil der Sand immer weiter rüber weht) sind wir dann auch gleich rauf gekraxelt, weil das Wetter zunehmend schlechter werden sollte. Die Lee Seite ist etwa 60 Grad steil und das hinauf laufen ist eigentlich nur mit der Treppe, welche im Sand liegt, zu bewältigen. Ich kann mich nun gut erinnern, wie Ulli weinend und füßestampfend vor vielen Jahre unten stand, zwar einerseits unbedingt rauf wollte, anderseits aber so viel Angst hatte, weil sie nicht wusste, wie sie wieder runter kommen sollte. (Das durfte ich jetzt schreiben und ist ja auch nicht schlimm). Sie hatte es damals aber dann doch geschafft und ist später juchzend wieder runter gelaufen (natürlich nicht über die Treppe !). Heute ging alles problemlos und machte einen irren Spaß, die Aussicht von dort oben zu genießen und wieder runter zu laufen. @Crishan: wir glauben mal, für dich wäre das nichts, aber anderseits …ein Versuch wäre es wert. Es ist wirklich toll! Nur beim rauf laufen sollte mal nicht unbedingt zur Seite schauen – ist schon ein merkwürdiges Gefühl. Sie ist übringens etwa 108 m hoch und 2,7 km lang.
...der Aufstieg
und oben angekommen...
...ich auch
Blick von oben

Unser kulinarisches Highlight war heute : Angebratenes Hack mit Zucchini, umschmeichelt mit Tomate, einem Hauch Sahne und Ebli-Reis, dazu grüner Salat. Zubereitet von Chefköchin Ulli. Lecker …Salat zubereitet von Hiwikoch ToM
Chefkoch
...lecker

PS: dieser Post kommt erst später, da wir nicht bereit sind, dem Campingplatz den WiFi-Router zu bezahlen – hier ist es nämlich irre teuer ! Muss ja nicht unbedingt kostenlos sein, aber 5 Euro pro Stunde ? Geht's noch ?
PPS: Reim, grins

Mittwoch, 6. Juni 2012

Biarritz à pied...


...und meine Füße tun sehr weh!
Ich hab' mir Blasen heut' erlaufen,
würd' meine Schuhe gern verkaufen!
Dabei ist diese Stadt sehr schön
man kann viel altes Hauswerk seh'n.


Überall wird aufgehübscht,
denn die See den Putz zerfrisst.
Ein paar Gerüste stehen hier 'rum
doch die will ich Euch nicht antun.
Wir zeigen nur die schönen Seiten
mit dem Strand und den Gezeiten.


Die Schiffe liegen manchmal trocken,
und viele grüne Algen schocken.


Wo gestern noch das Meer getobt,
sich heut' ein großer Fels erhob


Ist es ein Ungeheuer aus alter Zeit ?
Vielleicht?! die Fantasie mir bleibt !
Von den Muscheln zum Mittag waren wir nicht erbaut,
als Highlight deswegen Schokolade gekauft



PS: RDOISD, grins

PPS: bon anniversaire à Philip
 

Dienstag, 5. Juni 2012

auf dem Weg nach Biarritz


Gestern Abend sind wir auf dem nach Hause Weg, um besser zu sagen zum Campingplatz, fast noch von einem Auto über den Haufen gefahren worden, weil der Platz ein bisschen Abseits liegt, d.h nur durch eine unbeleuchtete Straße zu erreichen ist. Habe extra schon eine Taschenlampe eingesteckt (und auch benutzt), aber erstens sind die hier alle so rasant unterwegs und zweitens muss man sagen, dass ausgerechnet ein anderes Auto entgegen kam, so dass er uns fast nicht wahr genommen hatte. Wir also in den Randstreifen gesprungen und er dann noch ausgewichen, aber sichtlich geschockt, weil er nahezu zum stehen kam und sich wohl versichern wollte, ob alles i.O. wäre. War aber alles o.k. Und vielleicht hat der Liter getrunkenes Lourdeswasser ja geholfen, grins.
Heute Morgen ging es dann weiter am Rand der Pyrénées gen Biarritz. Die Fahrt dauert schon ein bisschen länger, da man eher schleppend voran kommt, weil wir hier nur über Landstraßen fahren konnten, welches wir eigentlich nicht ganz ungerne machen, da wir dadurch schon tolle Dinge erlebt haben, die man nicht sehen würde, wenn man die teure Autobahn nimmt.
Dann noch einen kurzen Zwischenstopp im Carrefour Market eingelegt um die Vorräte wieder auf zu füllen. Unter anderem mit wie wir es nennen Hackepeter, wobei der Fleischer eher jedes mal abwinkt, dieses roh zu verzehren. NUR auf eigene Gefahr ! Das war schon öfter so, dass man es uns fast nicht verkaufen wollte - anscheinend kennen die Franzosen das nicht. Auch Eierpicker, Mandarinen in Dosen und Rollatoren gibt es hier nicht (das zuletzt genannte wollen wir auch gar nicht) – ist aber trotzdem interessant. Bei dem ganzen rumgestöbere hörte ich nur noch eine Durchsage, welche mit ...bon appetit endete. Wunderte mich zwar, hatte gedacht das es hier irgendwo etwas zu essen gibt, aber plötzlich stand eine Verkäuferin vor uns und macht darauf Aufmerksam, dass wir nun den Laden verlassen sollten. Tztztz, dieser Laden macht doch tatsächlich noch Mittagspause. ...jetzt wusste ich auch, wem sie Guten Appetit gewünscht hat....
Angekommen in Biarritz sind wir dann erst mal runter zum Wasser um endlich mal wieder Atlantikluft zu schnuppern. Dabei verliebte Ulli sich spontan in das unten gepostete Hotel (das rechte), welches sehr sehr hübsch ist und direkt am Wasser steht, jedoch eine dringende Renovierung benötigt und eher unbewohnt aussieht. Schade eigentlich.
Ulli's "Hotel"
Biarritz mit Spanien im Hintergrund

Da wir das warme und sonnige Wetter nun wieder haben, haben wir flugs den Grill rausgeholt und unser kulinarisches Highlight für heute zubereitet. 
Côtelettes de porc avec haricots verts


Montag, 4. Juni 2012

Lourdes


Voilà, heute ist es wieder schön warm und wir konnten draußen frühstücken. Danach sind wir, nach einem kurzen Fußmarsch den Berg hinunter, bei der Grotte der Bernadette und den vielen Kirchen die drumherum gebaut wurden, angekommen.
Die Grotte der Erscheinung


Alles ist doch viel größer, als ich es mir vorgestellt hatte. Man merkt, daß sich hier viele Menschen versammeln können um Messen zu feiern oder bei einer Lichterprozession dabeizusein, so wie wir es heute Abend auch vorhaben, wenn wir schon mal hier sind... Überall sind kleine Buden aufgestellt, aus denen man sich Kerzen (natürlich zum aufstellen an zugewiesener Stelle) oder kleine Fläschchen (für das Wasser aus der Quelle) nehmen kann. Natürlich nicht umsonst, sondern gegen eine Spende. Aber es kontrolliert keiner, ob man die ausgewiesene Euronen, (oder Dollar oder Franken oder welche Währung auch immer) auch tatsächlich gibt. Den Pilgern wird vertraut und damit fahren sie hier auch nicht verkehrt. Das Quellwasser kann man aber umsonst aus vielen Hähnen zapfen, nicht wenige haben auch 5 L- Kanister dabei. Da sich viele kranke Menschen Heilung durch das Quellwasser versprechen, sind hier dementsprechend auch viele davon unterwegs. Sie werden oft von Jugendgruppen begleitet. In der Stadt selbst gibt es unzählige Nippesläden mit allmöglichen Heiligenbildchen, Statuen, Ketten Rosenkränzen, Kreuzen, Wasserbehältern aus Plastik in allen Größen und alles was man sonst auch nicht braucht! Na ja, ein paar klitzekleine Glasfläschchen, das Stück für 'nen Euro, sind dann auch in meinen Rucksack gewandert, wenn wir schon mal hier sind... und ein paar Kerzen haben wir auch aufgestellt, wenn wir....... grins! Die Kirchen sind auch von innen sehr schön anzusehen. Besonders erwähnen muss man die unterirdische Basilika, welche Riesendimensionen hat. Auf den Fotos kann man es gar nicht einfangen, es passen bestimmt ein paar tausend Menschen hinein.

Unser kulinarisches Highlight des Tages nahmen wir heute Nachmittag in einer kleinen Brasserie zu uns. Moules frites für ToM (endlich!) und Cassoulet de Toulousain für Ulli (sans Persil!).
Nachtrag : 23:20 zurück von der Prozession-Tour:

Sonntag, 3. Juni 2012

Auf „Wallfahrt“


Gestern Abend gab es endlich mal keine Mücken, so daß wir recht lange draußen sitzen konnten und den ruhigen Abend genießen konnten. Jedoch wurde unsere Befürchtung, keine ruhige Nacht verbringen zu können, schnell bestätigt als zwei Männern mittleren Alters neben uns in das bereits aufgebaute Zelt „einzogen“. Ulli hat es nämlich kommen sehen, um es besser zu sagen, sie hat es kommen „hören“. Kaum war er in der Horizontalen, ging es auch schon los... Das ist auch der Grund, warum wir keinen Urlaub mit diesem roten Hühnerkäfig unternehmen – das bringt uns extrem in rage. Ok, nachdem wir im Womo dann alle Schotten dicht gemacht hatten (war ja auch schon drinnen abgekühlt...) ging es dann aber mit der Geräuschkulisse.
Morgens habe ich dann mit dem Parapluie in der Hand den Weg zur Boulangerie angetreten und ein wirklich wirklich super leckeres Baguette gekauft. Baguette ist nämlich nicht gleich Baguette. Meist findet man diese eher in kleineren Dörfern – handgemacht halt.
Da wir ja gen Biarritz fahren wollen, haben wir uns auf den Weg gemacht entlang der Haute-Pyrénées nach Lourdes. Diesen Wallfahrtsort wollten wir ja auch schon lange mal sehen, welchen wir jedoch erst morgen unsicher machen werden, weil es immer noch zeitweise regnet. Die ganze Fahrt über hierher hatte es geregnet – morgen soll die Sonne wieder raus kommen.
Zwischendurch in einer kurzen Regenpause und einen Kaffeestopp gab es dann dieses sehr schön hergerichtete Château Médiéval de Mauvezin zu bestaunen.
Château Médiéval de Mauvezin

Unser kulinarisches Highlight ist heute :
Crevettes in Butter gebraten, serviert mit (selbstverständlich) Baguette, dazu einen leckeren Rotwein.

Erst wollten wir diesen riesigen Pilz ja mitnehmen, haben es dann aber doch besser sein gelassen, grins – oder ist uns etwa eine Delikatesse entgangen ?

Samstag, 2. Juni 2012

Trébes, Canal du Midi – Allee der sterbenden Platanen


Kurzerhand haben wir heute morgen den Platz in Arles verlassen, weil die fiesen Plagegeister ja doch keine Ruhe geben und wir mal ganz entspannt bei 30 °C abends draußen sitzen wollen. Bietet sich ja eigentlich auch an... Also ruuf auf die Autobahn und nach Trébes gefahren und all die doch so bekannten und vertrauten Orte wie Narbonne und Leucate (dort hatte ich ja jahrelang gesurft und mir auch mal bei 10 Beaufort die Schulter gebrochen :-) )
links liegen lassen. Den Canal du Midi wollten wir ja auch schon mal lange sehen und beradeln, welches sich hier in Trébes besonders gut anbietet, weil man am Canal entlang locker bis zur faszinierenden Stadt Carcassonne fahren kann. Noch ist es nämlich ein Traum hier entlang zu fahren. Leider müssen all die wohl tausende Platanen, welche den Canal säumen (er erstreckt sich ja schließlich von Toulouse bis zum Mittelmeer), gefällt werden, weil sie an einer Krankheit leiden, welche nur auf diese Art und Weise zu bewältigen und einzudämmen ist. Teilweise sieht man schon gefällte Bäume mit gleichzeitiger Neuanpflanzung. Aber wenn die hier erst einmal richtig loslegen, dauert es wohl zig Jahre bis es wieder so aussieht, wie es jetzt noch aussieht.
Canal du Midi

In Carcassonne haben wir dann sogar entdeckt, das es hier außer der Altstadt (man muss wohl eher sagen Ritterburg) auch noch ein nettes Centre Ville gibt. Wir waren nämlich vor Jahren schon einmal hier. Hier gab es dann einen netten Grande Caffee und wie immer eine Hochzeitsgesellschaft (haben wir irgendwie in jeden Urlaub...), welches ja immer wieder nett an zu sehen ist.

Die Rückfahrt am Canal war dann leider nicht ganz so toll, weil es schwüler wurde und sich tausende von Eintagsfliegen auf den Weg gemacht hatten – und wir mittendrin... Morgen soll es dann wohl schlagartig auf nur 22 Grad (bibber) runter gehen. Wir werden sehen, lange Hosen haben wir ja auch noch mit, grins
Kulinarisches Highlight heute – super süß mit wenig Kalorien...
lecker Lutscher und weißes Nougat, mhhh

Freitag, 1. Juni 2012

Arles, ein bisschen wie Rom


Gestern Abend sind wir dann doch irgendwann endlich eingeschlafen - trotz der ca. 26 °C im Womo, weil kein Lüftchen sich bewegte und wir auch nicht richtig lüften konnten wegen dieser kleinen Plagegeister. Die Nacht war erträglich und der Wecker trällerte dann um 7 Uhr mit der Stimme von ZAZ. Eigentlich viel zu früh, aber im Hinblick auf die Wärme, wollten wir früh los in die Stadt. Also hat Ulli schnell ein Baguette geholt und ich den Frenchpress (KSM=On: so nennt man anscheinend unseren langjährig genutzten Kaffeebereiter – so etwas lernt man bei WwM, bildet also doch !, grins KSM=off).
Nach dem leckeren Frühstück also rauf aufs Vélo und ins Centre Ville geradelt via einer Hauptverkehrsanbindung, welche nahezu gefährlich ist, sie mit dem Fahrrad zu befahren. Die Franzosen nehmen nämlich eher wenig wenn nicht sogar gar keine Rücksicht auf Fahrräder. Da hätte mich doch fast eine etwas ältere Autofahrerin im Kreisel fast über den Haufen gefahren, grrr.
OK, begonnen haben wir mit der Stadtbesichtigung in einer Straße, in der rechts und links unzählige Sarkophage aufgereiht sind, genannt Les Alyscamps. Sehr interessant, und am Ende steht doch noch eine Eglise. Meine Vermutung dazu ist ja, dass es den Römern hier damals auch zu warm war und sie keine Lust hatten, die Erde auf zu buddeln. Also haben sie einfach eine Allee benutzt und die teils wirklich schönen Sarkophage einfach aufgereiht, grins

Danach ging es auf kurzen Weg gen Théatre Antique, von dem aber nicht mehr viel übrig geblieben ist. Nur noch ein paar Bogengänge stehen hier lediglich. Ein Katzensprung weiter haben wir uns das sehr gut erhaltene Amphithéâtre (Achtung, hier sind 2 Tüddel druff) angesehen, welches stets restauriert wird und in dem noch heute die Stierkämpfe statt finden. Dieses Ambiente hier erinnert uns doch sehr an Rom (wäre auch mal wieder eine Reise wert!)

Da es mittlerweile fast Mittagszeit ist und schon wieder sehr sehr heiß, sind wir kurz entschlossen zurück zum Womo, um uns hier in den Schatten zu verkrümeln. Nachmittags haben wir uns dann noch mal auf die Räder geschwungen (wir wundern uns über uns selbst...) und haben ein Museum Antique an der Rhone aufgesucht, von dem uns eine Französin in der oben genannten Kirche vorgeschwärmt hatte. Außerdem hatten wir eine Eintrittskarte gelöst für 4 Monumente und ein Museum...Nach ein paar Kilometer unnützen Weg, haben wir es dann doch noch gefunden und rein ins klimatisiere Gebäude. Ist ganz nett anzusehen und auch interessant, aber das es nun der Hammer war, wie die nette Dame es „verkauft“ hatte, können wir nun nicht unbedingt sagen. Ulli hatte dort wohl auch ihren „Ehegatten-Sarkophage“ erwartet, aber der scheint irgendwo anders zu sein.
Nach so viel alter Geschichte und Museen hier nun unser "kulinarische Highlight" des Tages, hihi