Posts mit dem Label Luxembourg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Luxembourg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. Juni 2015

Vianden

Heute Nacht und heute morgen hat es geregnet. Das wollen wir eigentlich gar nicht !!!!. Daher war erst mal ausschlafen angesagt und lange frühstücken - schön wenn man Urlaub hat, grins.
Da auf unsere WetterApp verlass ist und der Nachmittag als regenfrei und teils sonnig angezeigt wurde, sind wir nach Vianden aufgebrochen, um uns das Schloß anzusehen und um Seilbahn zu fahren - schließlich mussten wir ja noch den zweiten Tag von unserer Luxemboug-Card verbraten. Damit hätten wir den ganzen Tag Seilbahn fahren können und der Schlosseintritt war auch für lau.
Dort angekommen, ist Ulli dann erstmal mit der Bahn rauf gefahren und ich gelaufen (ich mag nicht so gerne rauf fahren...).


Ich war aber trotzdem schneller beim Schloss, weil Ulli dann noch wieder ein bisschen runter laufen musste. Dann rin ins Schloss...
Die Burg wurde vom 11. bis zum 14. Jahrhundert auf den Fundamenten eines römischen Kastells und eines karolingischen Refugiums gebaut (was auch immer das bedeutet...). Geprägt von den Hohenstaufen, handelt es sich bei dem Schlosspalast um eine der größten feudalen Residenzen der romanischen und gotischen Zeit Europas. 1820 führte der Verkauf des Schlosses und die anschließende Zerlegung in seine Einzelteile zum Ruinenzustand. Nach der Übernahme 1977 in den Staatsbesitz wurde die Burg entsprechend ihrer damilgen Pracht wieder restauriert und zählt heute zu den bedeutendsten Baudenkmäler Europas.



Kapelle


Schlafgemach


Küche (wo ist da Lapin?)


Nach dem Rundgang ist Ulli dann runter gelaufen zur Talstation und ich rauf zur Bergstation. Wer war schneller ? Nach einer gefühlten Ewigkeit kam Madame dann endlich hoch geseilbahnt, damit wir gemeinsam runter fahren konnten...


Mittwoch, 17. Juni 2015

Cimetière american et Cimetière allemand

Heute sind wir weitergefahren, um noch ein bißchen mehr von Luxemburg zu sehen. Gelandet sind wir in Fuussekaul auf einem Stellplatz vor einem Campingplatz, der anscheinend sehr beliebt ist. War ein Tipp aus unserer Womozeitung. Was man hier so machen kann wissen wir nicht, aber evtl. fahren wir morgen auch schon weiter, also egal.



Da hier eine Imbissbude gleich nebenan steht, konnten wir heute mal unsere Moules à l' Indienne als "Moules Frites" essen, so wie sie in Frankreich meistens serviert werden. Mmmmmh lecker!
Auf dem Weg hierher haben wir erst einmal zwei Soldatenfriedhöfe besucht. Zuerst den amerikanischen, wo knapp 6000 Soldaten begraben liegen, aus zwei Weltkriegen und dann den deutschen, wo ca. 9000 Soldaten ihre letzte Ruhe gefunden haben. (Davon wurden ca 4000 aus ganz Luxemburg umgebettet, von der deutschen Kriegsgräberfürsorge.)



Der amerikanische Friedhof wirkte imposant, weitläufig, aber auch etwas künstlich. Der Rasen sehr akkurat, die Marmorkreuze für die einzelnen Soldaten glänzten schneeweiß in der Sonne und zufällig bekam ich auch noch zwei Lieder mit, die genau Mittags um 12 Uhr laut abgespielt wurden. Insgesamt alles sehr würdevoll und natürlich traurig. In dem Gästebuch, welches in der Kapelle auslag, hatten sich auch sehr viele amerikanische Besucher eingetragen. Der Friedhof wird vom amerikanischen Staat aufrechterhalten.



Der deutsche Friedhof, auf dem nun doppelt so viele Soldaten begraben waren, wirkte ähnlich und doch auch völlig verschieden. Die Kreuze welche immer für vier Soldaten standen, waren wohl aus grauem Granit, der Rasen auch sehr gepflegt (kam aber mit dem anderen Rasen nicht mit). Hier standen einige große schattenspendende Bäume zwischen den Gräbern und das hatte irgendetwas tröstliches, nicht so künstliches. Das Gästebuch wiederum hatte wenige deutsche Einträge. Was wiederum einen deutschen Besucher sehr aufgeregt hat, und er im Buch den ausländischen Besuchern gedankt hat, daß sie auch der deutschen Soldaten gedenken, die ja auch nicht alle freiwillig in den Krieg gezogen sind. Er schäme sich als Deutscher für die Deutschen, daß so wenige der Toten gedenken.
Wenn man auf diesen Friedhöfen steht, dann möchte man ihm wohl Recht geben. Aber dazu hat bestimmt jeder seine eigenen Ansichten. Die deutschen Friedhöfe werden von der Kriegsgräberfürsorge instant gehalten und sind größtenteils auf Spenden angewiesen. Der Friedhof wurde übrigens von den Amerikanern angelegt, sie haben die deutschen Gefallenen ebenso geborgen wie ihre Eigenen.
Danach sind wir noch zum Flughafen von Luxemburg Stadt gefahren, um ein wenig Planespotting zu betreiben. Waren aber nicht so viele Flieger unterwegs wie gestern Abend. Dafür kamen wir ein wenig mit einem jungen Luxemburger ins Gespräch, der uns etwas über das Schulsystem, die Einwanderer, die Wohnsituation etc. erzählte. War sehr interessant, mal mit einem Einheimischen zu sprechen, der der deutschen Sprache mächtig ist. Die Luxemburger sprechen alle französisch, deutsch und luxemburgisch. Die Glücklichen!

Dienstag, 16. Juni 2015

Luxembourg in Luxembourg

Wir sind mittlerweile in Luxemburg angekommen und hatten hier bisher keinen längeren Aufenhalt. Meist nur mal eben gestriffen oder kurz getankt (klar, oder ?). Nun wollten wir uns aber mal die Stadt Luxemburg genauer anschauen und haben den etwas außerhalb gelegenen Campingplatz in Kockelscheuer aufgesucht. Die Ortsnamen hier sind etwas ungewöhnlich, es gibt Orte wie Dudelange, Rumelange, Bettembourg und Differdange usw. usw. Und die Sprache hört sich wie ein Singsang aus französisch, belgisch, flämisch und deutsch an - ...könnte man meinen, aber das Luxemburgisch ist schon sehr alt und traditionell. Luxemburg ist ein Multikulti-Land mit mehr als etwa 160 Nationalitäten und alle kommen anscheinend gut miteinander klar. Gesprochen wird hier unten aber meist noch Französisch, jedoch kommt man auch mit Deutsch wunderbar zurecht.
Wir haben uns eine Luxemburg-Card für 2 Tage gekauft, mit der man alle Busse und Züge benutzen kann und freien oder reduzierten Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten oder Museen hat. Die lohnt sich jedenfalls schnell....
Also gleich früh morgens los mit dem Bus, welcher etwa 10 min ins Centre braucht und dort haben wir uns die Stadtrundfahrt mit einem Sightseeing-Bus gegönnt, welches als Hop-On, Hop-Off funktioniert.



Das ist wunderbar, weil man überall an vielen Stationen mal eben aussteigen kann und in 20 min bereits der nächste wieder kommt. Erklärt wird einem alles super gut über Kopfhörer, auswählbar in 7 Sprachen. Man wird durch die Unter- und Oberstadt kuschiert und weiter zum Kirchberg. Hier tummeln sich vielen Banken, der Gerichtshof der EG, aber auch schöne Parks und sogar Wohnviertel.

Gerichtshof der E.G.


Nach dem wir einmal komplett die Runde gedreht hatten, mussten wir erst mal etwas für das leibliche Wohl sorgen



und danach ging es zur wohl meist besuchten Sehenswürdigkeit hier in Luxemburg - zu den Bock-Kasematten (ja, richtig mit a und nicht mit ä geschrieben).
Die Kasematten wurden 1745 gebaut. Das Wort Kasematte kommt aus dem griechischen und bedeutet Spalte oder Erdkluft. Kasematten sind gegen Beschuss gesicherte Gewölbe, die im inneren eines massiven Baukörpers angelegt wurden, um eine oder mehrere Öffnungen zu verteidigen oder um Truppen und Material zu beherbergen.







Die Innenstadt mit ihren vielen Läden, Restaurants und Cafés ist nett anzusehen und man hat immer mal wieder einen schönen Blick auf Skulpturen und die Unterstadt.

Finanzviertel im Hintergrund







...netter Spiegel...der macht schlank...


Decke im Bahnhof