Gestern Abend sind
wir dann doch irgendwann endlich eingeschlafen - trotz der ca. 26 °C
im Womo, weil kein Lüftchen sich bewegte und wir auch nicht richtig
lüften konnten wegen dieser kleinen Plagegeister. Die Nacht war
erträglich und der Wecker trällerte dann um 7 Uhr mit der Stimme
von ZAZ. Eigentlich viel zu früh, aber im Hinblick auf die Wärme,
wollten wir früh los in die Stadt. Also hat Ulli schnell ein
Baguette geholt und ich den Frenchpress (KSM=On: so nennt man
anscheinend unseren langjährig genutzten Kaffeebereiter – so etwas
lernt man bei WwM, bildet also doch !, grins KSM=off).
Nach dem leckeren
Frühstück also rauf aufs Vélo und ins Centre Ville geradelt via
einer Hauptverkehrsanbindung, welche nahezu gefährlich ist, sie mit
dem Fahrrad zu befahren. Die Franzosen nehmen nämlich eher wenig
wenn nicht sogar gar keine Rücksicht auf Fahrräder. Da hätte mich
doch fast eine etwas ältere Autofahrerin im Kreisel fast über den
Haufen gefahren, grrr.
OK, begonnen haben
wir mit der Stadtbesichtigung in einer Straße, in der rechts und
links unzählige Sarkophage aufgereiht sind, genannt Les Alyscamps.
Sehr interessant, und am Ende steht doch noch eine Eglise. Meine
Vermutung dazu ist ja, dass es den Römern hier damals auch zu warm
war und sie keine Lust hatten, die Erde auf zu buddeln. Also haben
sie einfach eine Allee benutzt und die teils wirklich schönen
Sarkophage einfach aufgereiht, grins
Danach ging es auf
kurzen Weg gen Théatre Antique, von dem aber nicht mehr viel übrig
geblieben ist. Nur noch ein paar Bogengänge stehen hier lediglich.
Ein Katzensprung weiter haben wir uns das sehr gut erhaltene
Amphithéâtre (Achtung, hier sind 2 Tüddel druff) angesehen,
welches stets restauriert wird und in dem noch heute die Stierkämpfe
statt finden. Dieses Ambiente hier erinnert uns doch sehr an Rom
(wäre auch mal wieder eine Reise wert!)
Da es mittlerweile
fast Mittagszeit ist und schon wieder sehr sehr heiß, sind wir kurz
entschlossen zurück zum Womo, um uns hier in den Schatten zu
verkrümeln. Nachmittags haben wir uns dann noch mal auf die Räder
geschwungen (wir wundern uns über uns selbst...) und haben ein
Museum Antique an der Rhone aufgesucht, von dem uns eine Französin
in der oben genannten Kirche vorgeschwärmt hatte. Außerdem hatten
wir eine Eintrittskarte gelöst für 4 Monumente und ein
Museum...Nach ein paar Kilometer unnützen Weg, haben wir es dann
doch noch gefunden und rein ins klimatisiere Gebäude. Ist ganz nett
anzusehen und auch interessant, aber das es nun der Hammer war, wie
die nette Dame es „verkauft“ hatte, können wir nun nicht
unbedingt sagen. Ulli hatte dort wohl auch ihren
„Ehegatten-Sarkophage“ erwartet, aber der scheint irgendwo anders
zu sein.
Nach so viel alter
Geschichte und Museen hier nun unser "kulinarische Highlight" des
Tages, hihi


