Freitag, 18. November 2016

New Orleans Vieux Carrè

Heute wollten wir mal etwas sehen von New Orleans, genauer gesagt vom French Quarter. Also rauf auf den Interstate 10 und stadteinwärts gejuckelt. Dort haben wir auch gleich einen Parkplatz in der Nähe des St. Louis Cemetery No.1 gefunden für recht wenig Geld (jedenfalls für N. O.) - 10$ für 24 Stunden. Was lag da näher, auch gleich mal den Friedhof anzuschauen. Die wollten doch sage und schreibe 20$ als Eintritt pro Person haben - nö, nicht mit uns - dann sollen die Toten mal schön in Ruhe weiter ruhen.
Also weiter durchs French Quarter - hier lassen wir mal die Bilder sprechen. Es ist unbeschreiblich schön und man kann sich gar nicht satt sehen vom franzöischen Flair der Häuser (schließlich waren wir dieses Jahr gar nicht in France - da bekommst man schon ein wenig Entzugserscheinungen). Und übringens ist hier von Katrina (Hurricane 2005) nichts mehr zu sehen, obwohl es lange gedauert hat, alles wieder aufzubauen.



















...upps, wo hat es uns denn hier hin verschlagen ?


Am frühen Nachmittag haben wir uns in die Strassenbahn gesetzt, welche uns eine schöne Sightseeing Tour geboten hat. Hier geht es recht gemählich zu - die Bahn ächzt so durch die Schienen mit Gerumpel und merkwürdigen Schleifgeräuschen motorenseits. Desweiteren wechselt sie auch mal die Schienenseite, wobei der Schaffner aussteigen muss und die Stomabnehmer vorne mittels Tau runter zieht und hinten wieder nach oben an den Fahrdraht bringt. Dann gehts es für 20 m rückwärts (alle Gäste wundern sich, ob sie nun aussteigen müssen - bzw. folgen dem Geschehen gebannt) und dann muss er vorne (war ja vorher hinten) den Fahrdraht wieder runtern ziehen und hinten wieder noch oben an bringen. Dann das ganze nochmal, weil er ja in die gleiche Richtung weiter will. Kompliziert ? Nein - gar nicht. Dauert nur alles es wenig. Aber die haben hier echt die Ruhe weg. Zwischendurch wird noch mal mit ein paar Autofahrern gequatscht . Auch wir haben die Ruhe weg - wir haben ja schließlich Urlaub. Aber wenn man auf sie angewiesen wäre ... naja....






Als wir wieder zurück gekommen sind, war für 6 p.m. die erstmalige Inbetriebnahme des Weihnachtsbaumes mit viel tamtam angesagt. Hier ist es dann ja schon stockdunkel, weil wir uns ja bereits in einer weiteren Zeitzone befinden. Morgen werden wir die Uhr wieder um eine Stunde vor (oder war es zurück ?) stellen. Egal - jedenfalls wieder auf Florida Zeit.

Happy Hooliday

Donnerstag, 17. November 2016

Oak-Alley-Plantage

Der Weg führte uns heute von Saraland bei Mobile nach Vacherie in Louisiana. Dazu mussten wir den Mississippi überqueren und konnten dafür diese tolle und außergewöhnliche Brücke benutzen. Es ist die Gramercy Bridge.




In Vacherie befindet sich die Oak-Alley-Plantage.


Sie ist weltberühmt, wegen der 28 Lebenseichen, die Anfang des 17. Jahrhunderts von einem unbekannten Siedler gepflanzt wurden. Sie sind gut 300 Jahre alt (und werden bis zu 600 Jahre alt...) und überspannen mit ihren ausladenden Ästen den Hauptweg zum Eingang. Wunderschön !!!!!






Das Haupthaus wurde 1837-1839 hauptsächlich von Sklaven gebaut und war ein Geschenk von Jacques Roman, einem wohlhabenen kreolischen Zuckerrohrpflanzer, an seine Braut Celina. Sie war erst 18 Jahre alt und er wollte ihr das Leben auf der Plantage schmackhaft machen. Das Haus mit seinen umlaufenden Balkonen ist sehr hübsch.


Jahre später wurde das Haus von der Familie Stewart erworben und restauriert. Josephine Stewart (1879-1972) lebte bis zu ihrem 93. Lebensjahr im Haus und nach dem Tod ihres Mannes zog sie es vor, im Lavendelzimmer, welches sie mit lila Farben einrichtete, zu wohnen.


Sie gründete 1966 die Oak-Alley-Stiftung, eine gemeinnützige Privatstiftung, "als historisches Denkmal seiner Zeit und des Ortes, an dem das Anwesen errichtet wurde".
Der Besuch der Plantage beinhaltet auch eine Besichtigung des Hauses und wird von Personal in historischem Gewand durchgeführt.





Nicht weit vom Haupthaus befinden sich auch rekonstruierte Sklavenhütten. Normalerweise stehen diese weiter weg vom Herrenhaus, aber da die Plantage und die Unterkünfte schon da waren, bevor es das Herrenhaus gab, ist es zu dieser nahen Bebauung gekommen. Die Sklaven waren unterteilt in Haus- und Feldsklaven, wobei es den Haussklaven meistens noch etwas besser erging.





Überall auf dem Gelände sind Zuckerkessel ausgestellt, die für die Hersstellung des Kristallzuckers und Zuckersirup benötigt wurden.


Auf dem Rückweg hatten wir noch einen schönen Sunset über dem Mississippi...perfekt!


Mittwoch, 16. November 2016

Providence Canyon und Montgomery

Der wahre Grund , warum wir von Savannah quer nach Columbus gefahren sind, war der heutige Besuch des Providence Canyon bei Lumpkin, 65 km südlich von Columbus. (Habe ich im ADAC Reiseführer entdeckt.) Der Grand Canyon of Georgia ist entstanden, weil die ersten weißen Siedler ab 1820 den Wald in der flachen Region abgeholzt haben. Weil der Boden sehr weich war, haben Wind und Regen die insgesamt 16 bis zu 50 m tiefen Furchen ausgespült. Wir sind einen 4,5 km langen Rundweg gegangen, der uns hinunter in den Canyon führte, dann wieder hinauf und um den Canyonrand zurück zum Ausgangspunkt. Es war überwältigend schön !!!!















Mitten auf dem Pfad lagen dann noch ein paar Autowracks herum, die man aus Rücksicht auf die Natur nicht mehr entfernen wollte.... hmmmmm.....




Nach diesem tollen kleinen Wandertrail, ging es wieder auf die Landstraße, wo wir das erste mal echte Baumwollfelder gesehen haben. Die Ernte war genauso aufgerollt in große Ballen, wie das Stroh bei uns auf den Feldern.




Der Weg führte uns auch in Montgomery vorbei. Es ist die Staatshauptstadt von Alabama. Im Alabama State Capitol wurde Jefferson Davis im Feb. 1861 als Präsident der neugegründeten Confederate States of America vereidigt.
Außerdem endete hier 1965 der letzte große Friedensmarsch der Bürgerrechtsbewegung mit Dr. Martin Luther King jr. an der Spitze.







Das Civil Rights Monument zeigt das Bibelzitat aus Martin Luther Kings "I have a Dream" Rede. Auf der Platte sind 40 Namen und Lebendsdaten von Männern, Frauen und Kindern eingraviert, die während der Bürgerrechtsbewegung getötet wurden.

Die Kirche, in der Martin Luther King von 1954-60 als Pfarrer gepredigt hat, wurde uns beiden in einer Mini - Führung von der freundlichen Wanda (leider kein Bild von ihr) nähergebracht. Das war das zweite Highlight des Tages !!!!!!!