Montag, 8. Juni 2015

Saint-Rémy de Provence

Heute hat uns die heiße Brise weiter getrieben ins südlich gelegene St. Rémy, welches nur etwa 40km entfernt liegt. Auf dem Weg dort hin, haben erst einmal im Intermarchè unsere Vorräte wieder aufgefüllt - muss ja auch mal sein...
Im Örtchen angekommen, haben wir uns erst mal Info's im Office de Tourisme geholt über die Stadt selbst, zu dem alten Dorf Galum und zu den vielen Wanderrouten hier in der Provence. Und natürlich zu Vincent van Gogh, welcher hier für ein Jahr in der Irrenanstalt wohnte (oder müsste man sagen einquartiert war?).
Zu diesem Hospital sind wir dann erst mal hin, welches etwa 1km außerhalb der Stadt liegt. Und das in brütender Hitze und kein Schatten weit und breit.
Vincent hat hier etwa 150 Bilder gemalt, welche hier in der Strassen und selbstverständlich im Hostipal zu bewundern sind. Gelebt hat er hier in einem kleinen Zimmer lediglich mit einem Bett und einem Stuhl. Das Hopital ist noch heute in Betrieb.

Wegpunkte





Innenhof

Hospial von hinten
Danach sind wir wieder gen Innenstadt zurück und hier mussten wir uns erstmal stärken - viel zu wenig getrunken und gegessen...und das bei der Hitze - tztzzz.
Die Innenstadt ist klein, beschaulich, nett anzusehen und eine der ältesten Städte Frankreichs.






Des weiteren wurde hier Nostradamus geboren, welcher ja später in Salon-de-Provenve gelebt hat.



Sonntag, 7. Juni 2015

Marché

Heute Nacht war es wirklich ziemlich warm. Wir haben alle Luken aufgemacht und gehofft, daß es den Einbrechern auch zu heiß ist....
Morgens sind wir dann auf den großen sonntäglichen Markt gegangen. Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Oliven, Gewürze, Käse, provenzialische Tischwäsche, Seife, Klamotten, Schuhe, Schmuck, Basttaschen, etc.etc. Es war mal wieder glühend heiß und proppevoll.




Nach ein paar kleinen Einkäufen sind wir zurück zum Campingplatz, haben uns die Stühle geschnappt und an das Ufer der Sorgue unter die schattenspendenden Bäume gesetzt. Kurz ins kühle Nass, herrlich. So haben wir den Tag dahinfließen lassen, mit Blick auf blaue Libellen, Bieber, Enten, Mäusen und zurückkehrende Canoe-Paddler.



Samstag, 6. Juni 2015

Tour le bleu - Le Thor

we love it

Kurz zum gestrigen Abend: Das Bild sagt wahrscheinlich mehr als tausend Worte....Wir können um 23 Uhr noch in kurzer Hose draußen im Liegestuhl verweilen und dabei mal wieder der Raumstation, welche mit prächtiger Leuchtkraft unterwegs ist, bei ihren langen Überflug zusehen. Gerade findet dort ein Außeneinsatz statt - konnte man aber nix von sehen ;-)



Heute soll lt. Wetterbericht hier der wärmste Tag sein (36°C). Deswegen haben wir heute mal die blaue Velotour ausgewählt - vielleicht kühlt sie ja ein bißchen, grins.
Sie führt aus L'Isle sur la Sorgue gen Westen nach Le Thor. Im Centre Ville von L'Isle müssen wir wohl mal wieder ein Schild übersehen haben (oder es gab keins). Jedenfalls war dann erst mal Querfeldein fahren angesagt, bis wir wieder auf den rechten Weg kamen. Le Thor selber ist ein kleines Dorf, welches wir aus vergangen Besuchen bereits kennen - dort war heute Marché und wir kamen nicht drumherum unser Picknick mit 2 Tranche Porc Rôti aufzupeppen.

Le Thor

Leider kam dann auf dem weiteren Weg irgendwie kein Picknickplatz (das Glück haben wir immer), sodass wir unsere Decke in einem Apfelbaumfeld plaziert und dort Siesta gemacht haben.
Der weitere Weg führte - vermutlich - durch die Obststube des Vaucluse. Rechts und Links des Weges Obstbäume so weit das Auge reicht. Und immer mal wieder den Blick auf die Berge des Vaucluse und des Mont Ventoux.


Diesen hübschen Eingang haben wir im Dorf Velorgues entdeckt.


Und diesen Verteilerkasten (ja, er war so offen) haben wir auf der Hintour entdeckt. ...wenn die man nicht Probleme mit Telefon und Internet bekommen, wenn es mal regnet...oder wenn jemand ein bißchen Schabernack machen will...

Joyieux anniversaire Philip !!

Freitag, 5. Juni 2015

Pernes-les Fontaines et Velleron

Ulli wollte heute mal die blaue Tour erradeln und voller Euphorie sogar die komplette Route über Le Thor und Velleron im Uhrzeigersinn. Diese wurde mit 35 km angegeben, welches ich nicht so glaube, da die pinke letztendlich auch wesentlich länger war als angegeben. Entweder haben sie sich beim Druck versehen und meinten Meilen oder keiner ist bisher die Tour gefahren. Also konnte ich sie davon überzeugen, dass auch die halbe Strecke lediglich über Velleron reicht.



Abgesehen von einer etwa 3 km langen Strecke zwischen L'Isle und Velleron, welche in einem solch desolaten Zustand ist, dass man hier besser ein Moutainbike haben sollte, ist die Strecke super zu fahren. Sie führt sowohl auf der Hinroute (zwischen d und e) als auch auf der Rückroute (zwischen g und h) am Canal du Carpentras entlang. Das ist einfach traumhaft und macht die Wärme im Schatten der Bäume sehr angenehm. Außerdem finde ich es fazinierend und imposant, wie die Menschen aus vergangenen Jahrhunderten diesen Canal überhaupt bauen konnten. Damals gab es schließlich kein GPS, um die Höhen auszunevellieren. Wie haben sie es gemacht, damit das Wasser stets in einem leichten Gefälle gen Carpentras fließt?




In Pernes angekommen, haben wir uns erstmal einen Café Crème gegönnt und die tolle Aussicht vom Uhrenturm genossen.




Leider ist ein wenig bedauerlich, daß man via diesem Medium keine Gerüche einstellen kann. Es riecht hier nämlich herrlich nach Pinien. Und dieser Geruch wird m.e. auch noch durch diese recht hohen Temperaturen verstärkt. Alles ist hier knochentrocken und es reicht sicherlich der kleinste Funke, um einen Brand zu entfachen.

Nach dem wir die 35km voll hatten (da lag meine Vermutung doch richtig), haben wir uns mit leckeren eingelegten Oliven und Tomaten und - na klar - mit einem leckeren Baguette eingedeckt. Am Womo angekommen, musste erstmal eine Abkühlung her. Was lag da näher, als in die 12°C kalte Sorgue zu springen. Sogar Ulli hatte den Kopf unter Wasser - zwar mit Luftnot - aber es war super erfrischend!!!

Kreisel des Tages

Donnerstag, 4. Juni 2015

Abendlicher Markt in Velleron

Heute habe ich einen kleinen Faulenzertag eingelegt, jedenfalls bis es Zeit wurde zum "Marché d'exception" aufzubrechen. So werden hier einige Märkte mit einem Gütesiegel ausgezeichnet, vom Nationalrat für kulinarische Kunst. ToM ist allerdings morgens Baguette holen gefahren, weil bei der Rezeption schon alles ausverkauft war, um 9.00, wie früh soll man denn noch aufstehen???!!!
Dann ist er Mittags nochmal losgefahren um WICHTIGE Sachen einzukaufen, die man bei der Hitze braucht: u.a. Eis, Cidre, Wein..... (natürlich alles mit dem Velo)
Er ist auch Baden gegangen in die Sorgue und hat gesagt, daß es gar nicht so kalt war, wer's glaubt?
Ich habe währenddessen im Liegestuhl gesessen und Zeitung gelesen. Wird Zeit endlich das Buch weiterzulesen, aber ich komme hier zu nix. Die Zeit rennt und heute haben wir schon zwei Wochen 'rum... aber ich schweife ab. Wollte ja vom abendlichen 8km entfernten Markt schreiben, zu dem wir um halb sechs aufgebrochen sind. Er war genauso gut besucht und köstlich anzusehen wie bei unserem letzten Besuch. Und genauso sind wir wieder in einen Kaufrausch verfallen - man sollte nie mit Hunger auf so einen Markt gehen. Dieses mal waren wir aber Taschenmäßig besser vorbereitet und so konnten wir alles mit den Faltern transportieren. Ich glaube wir waren die einzigen mit Fahrrad, sonst nur Millionen von Voitures, es war wie gesagt proppevoll. Manche Sachen waren echt spottbillig.
Haben natürlich schon etwas verspeist und gleich gibt es noch Fraises. Es ist gleich 23.00 Uhr und wir haben noch 25 Grad. Es ist Superangenehm :-))



...unsere Ausbeute...


P.S. @ Snoopy: Gruß von ToM: an diesem Knochen kannst Du Dir die Zähne Ausbeißen, grins!


Mittwoch, 3. Juni 2015

Fontaine et Saumane de Vaucluse

Es ist einfach herrlich, wenn man den Abend bis spät in die Nacht draußen sitzen kann bei einem netten Glas Wein oder Cidre und das alles ohne Mücken oder sonstiges Gevieh. So muss Urlaub sein... Obwohl 23°C in der Nacht kommt einem schon kühl vor - Temperatur ist halt relativ. Nach dem die Raumstation uns um 23:02 nochmals zugewunken hat, sind wir dann ins Bett.
Nach dem Frühstück im Schatten haben wir uns dann doch entschlossen, die Velos raus zu holen, um eine der fünf Fahrradrouten zu beradeln. Diese sind zwar recht gut ausgeschildert, aber man fährt dann doch teilsweise auf der Strasse und muss sie sich mit den Autos teilen. Machmal nicht so schön, aber im großen und ganzen führt die Route über einsame Nebenstrassen. Geht also...
Ausgewählt haben wir die pinke Tour (eigentlich klar, oder ?).



Zunächst ins Fontaine den Vaucluse, wo wir schon ein paar Mal mit dem Womo gestanden haben, vorbei an traumhaft schönen Mohnblumenfeldern und diesem imposanten Viadukt.





Dort angekommen musste wir leider feststellen, dass dort kein einziges Womo mehr stand, bedingt durch unsere so beliebten Teppichklopfstangen, welche dort nun installiert sind. Nun ja, alles hat sein Zeit und wir haben uns an der Sorgue erst mal ein Eis gegönnt.



Dann war erst mal ein bißchen shoppen angesagt und nach dem die Kreditkarte aufhörte zu glühen, hat Ulli einen freundlichen Parkplatzeinweiser gefragt, ob der Womoplatz nicht mehr zu Verfügung stände. Oui, oui ! Es wurde ein Alternativplatz gebaut - damit war Ullis Tag gerettet.
Danch ging es bei netten 34 °C weiter nach Saumane, welches auf der Route liegt, jedoch recht hoch gelegen ist...hätten wir das eher gewußt.... Aber was solls - wir fahren ja auch auf Sanibel mit dem Velo in der größten Hitze - also warum nicht auch hier... Das Örtchen wirbt mit seinem Château - hatte aber dicht, wie dumm. Dafür haben wir aber diesen schönen Kaktus vor einem Hauseingang entdeckt.

Kaktus des Tages

Dienstag, 2. Juni 2015

Die Temperaturen steigen...

Gestern spät am Abend konnten wir mal wieder die Internationale Space Station sehen. (Die Abkürzung schreibe ich lieber nicht, wer weiß, wie sie gedeutet wird, wenn JEMAND mitliest...)
Bei klarem Himmel konnten wir ca. 6 min ihre Bahn verfolgen - ich habe auch gewunken, vielleicht hat es einer der Astronauten gesehen und zurück gewunken - das habe ich aber nicht sehen können....
Nachts hatte es sich ein wenig abgekühlt und so konnten wir gut schlafen.
Heute sind wir zu Fuß in die 1,5 km entfernte Stadt L' Isle sur la Sorgue gegangen. Irgendwie schaffen wir es immer, erst zur Mittagszeit loszukommen, da war es schon gut warm.


Der Ort ist aber auch zu hübsch, und wird ein wenig mit Venedig verglichen.



...außergewöhnliche Werbung...










Hier soll es die zweitgrößte Antiquitätengeschäftsdichte (nach Paris) geben und Sonntags ist auch immer den ganzen Tag Antiquitäten-Markt in der Altstadt, mal sehen, ob wir dann noch hier sind.
Heute haben wir uns mal ein Mittagessen in einem kleinen Restaurant am Fluss gegönnt, war aber nicht der burner, doch der Nachtisch mit Crème Brulée für ToM und frischem Fruchtsalat für mich war ok.
Eine kleine Pause haben wir genutzt, um die Füße zu kühlen :-) holla, das Wasser war eisig, aber so schön erfrischend!



Da wir uns noch unschlüssig waren, ob wir später noch zum abendlichen Obst- und Gemüsemarkt nach Velleron radeln wollten, um gaaanz viel Vitamine zu kaufen, haben wir auf dem Rückweg lieber noch ein paar Oliven erstanden. ToM hat sich mit Begeisterung durch das Sortiment gefuttert, um die leckersten zu finden ;-))



Nach der Rückkehr zum Womo bemerkten wir, daß wir so geschickt geparkt hatten, daß es nun überhaupt keine Möglichkeit mehr gab, im Schatten zu sitzen. Also hat sich ToM hinter das Lenkrad gesetzt, um den SunnyMoon ein paar Grad zu versetzten. Plötzlich machte es PLONG und die Nachbarn sprinteten aus ihrem Wohnwagen. Der Strom war weg! Nanu, was war passiert? Beim fahren über das Kabel, ist es vom Stecker abgerissen. Ich hatte das Kabel extra zur Seite gezogen und wohl dabei eine Schlaufe direkt vor dem Reifen plaziert. Vielleicht!!! Hihi, gut das ToM das reparieren konnte und die Sicherung vom Campingplatz wurde dabei auch mal wieder geprüft. Selten ein Schaden, wo kein Nutzen ;-)

Montag, 1. Juni 2015

L'Isle sur la Sorgue

Wenn der SunnyMoon schon sein Skyroof aufmachen muss, dann ist ihm warm - aber so wollte er es ja. Und die Besatzung auch...


Das Außenthermometer zeigt gerade 31°C an, das Innenthermometer nur unwesentlich mehr ;-) . Naja, sagen wir mal: Es ist recht kuschlig und die 4 ist nicht weit entfernt...
Der SunnyMoon hat uns heute auf besten Weg ins etwa 350km entfernte L'Isle sur la Sorgue transportiert, welches in Höhe von Avignon und in Sichtweite des berühmten Mont Ventoux liegt.
Vor Jahren waren wir schon mal kurz in dieser Ecke - mit dem Fahrrad - und damals hatten wir schon gesagt, dass diese Stadt und ihre wunderschöne Umgebung einen längeren Aufenthalt verdient. Mal sehen, wie die kommende Tage temperaturmäßig so werden - der Zeiger soll ja noch rauf auf 35 gehen. Der SunnyMoon kann es ab und die Besatzung hoffentlich auch...